Hochzeitsmenu
Schon Johann W. Goethe wusste: "Aber kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, ist bleibend."
An ein gutes Essen werden sich Brautleute und Gäste noch lange zurückerinnern. Beliebt ist ein Buffet, vor Allem bei Vor- und Nachspeisen. Die Gäste haben so die Möglichkeit aus einem großen Angebot zu wählen, was Ihnen am besten schmeckt. Bei einer großen Hochzeitsgesellschaft kann dies allerdings dazu führen, dass die Gäste an den gleichen Tischen nicht gleichzeitig essen können oder sehr lange vor dem Buffet anstehen müssen. Das führt leider häufig zu einer ungemütlichen Atmosphäre. Wenn Sie sich für ein Buffet entscheiden, sollten Sie dieses eventuell auf zwei verschiedenen Tischen anrichten und dann so organisieren, dass die Gäste sich von zwei Seiten anstellen können. So vermeiden sie lange Wartezeiten. Egal ob Sie sich für ein Buffet, einen Cateringservice, das Selbst Kochen oder ein Menü im Restaurant entschieden haben, es gibt einige Regeln die bei einem Menu beachtet werden sollten:
Reihenfolge
Auf eine kalte Speise folgt eine warme. Allerdings sollte kein kaltes Gericht auf ein warmes folgen. Ausnahme ist hier das Dessert. Nach Fisch kann Fleisch folgen, aber nach einem Fleischgericht kein Fisch mehr gereicht werden. Die Reihenfolge des Menüs kann je nach Anzahl der Gänge variieren. Klassisch ist das 3 Gänge-Menü:
Je nach Wunsch können weitere Gänge hinzugefügt werden. So kann zum Beispiel nach der Vorspeise ein Fischgericht und dann ein Fleischgericht folgen oder vor dem Dessert eine Käseplatte gereicht werden.
Aufgreifen von Nahrungsmitteln
Verwenden Sie im nachfolgenden Gericht keine Nahrungsmittel aus dem vorrangegangenen. Dies gilt vor Allem dann wenn diese Nahrungsmittel ein Hauptbestandteil der Speise waren. Wenn zum Beispiel als Vorspeise ein kaltes Pilzgericht serviert wurde, so sollte die Soße in der Hauptspeise keine Pilze enthalten. Ausnahme der Regel sind Trüffel, diese werden allerdings aufgrund ihres hohen Preises selten verwendet.
Geschmäcker sind verschieden
Auf jeden Fall sollte man immer eine vegetarische Alternative zu Fisch und/oder Fleisch anbieten. Auch wenn das Hochzeitsessen ein wichtiger Punkt der Feier ist, muss man nicht nur seltene und teure Gerichte servieren. Kinder zum Beispiel freuen sich über ein Schnitzel mit Pommes mehr als über einen Coq au vin. Man kann bereits auf den Einladungskarten mehrere Gerichte zur Auswahl stellen, für die sich die Gäste auf den Antwortkarten entscheiden können. So ist das Menu einfacher zu planen und am Ende sind alle Gaumen befriedigt und es bleiben keine Unmengen an Essen übrig.
Sektempfang
Nach der Trauung gibt es oft einen Sektempfang. Dieser kann entweder vor der Kirche stattfinden oder nach Ankunft bei der Hochzeitslocation. Für Kinder und Erwachsene die keinen Alkohol trinken sollte purer Orangensaft gereicht werden. Zudem kann man neben Sekt auch Sekt-Orange oder Kir Royal anbieten. Kleine Knabbereien oder Häppchen runden den Sektempfang ab.
Kuchenbuffet
Beim nachmittäglichen Kaffee und Kuchen ist es sinnvoll Torten und Kuchen als Buffet anzurichten. Wenn Sie nicht zu Hause, sondern in einem Restaurant feiern, sollten Sie vorher mit den Besitzern besprechen, ob Kuchen von zu Hause mit gebracht werden dürfen und dies den Gästen mitteilen. Bringen die Gäste Kuchen mit, sollten Sie im Vorab fragen oder bestimmen welche Kuchen und Torten das sein sollen. So vermeiden Sie, dass plötzlich acht Apfelkuchen da stehen. Zu jedem Kuchenbuffet einer Hochzeit gehört natürlich die Hochzeitstorte, die so platziert werden sollte, dass die Gäste den berühmten Anschnitt durch Braut und Bräutigam gut sehen können.
Denken Sie auch an die Gäste, die nicht mehr so gut zu Fuß sind. Fragen Sie die Kellner/innen oder einige Gäste ob Sie diesen den Kuchen servieren können.
Reste verwenden
Beliebt ist das Mitternachtsbuffet. Dort können Sie Kuchen, Käse und eventuell auch Reste von Vor-und Nachspeise nochmals schön drapieren. Gerade zu später Stunde bekommen viele Gäste nochmal Appetit und Hunger. Was von den Speisen dann übriggeblieben ist, kann für die Gäste verpackt werden, so dass diese die Reste mit nach Hause nehmen können.
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